„Mein Leben für die Liebe“: Eleonore Hochmuth singt Zarah Leander
Zarah Leanders dunkles Timbre wird stets mit dunklen Zeiten zusammen gedacht. Der schwedische UFA-Star wollte jedoch eine Stimme sein, die einzig für die Liebe Partei ergreift. Die Illusion war ihre Welt, auf der Leinwand wie im wahren Leben. Ihre Filme sah sie „am liebsten als Vorwand“ für die Lieder, in denen sie tief empfunden von Sehnsucht, Liebesschmerz und Liebesüberschwang sang – Ideologie spielte da keine Rolle für sie.
Genauso echt, genauso tief in den Emotionen wie in der Stimmlage interpretiert die Tübinger Kontraaltsängerin Eleonore Hochmuth die sehnsuchtsvollen Klassiker, aber auch die frechen, lustvollen Chansons. Dank ihrer warmen, unter die Haut gehenden Stimme lösen sich die Liedtexte von der dunklen Zeit ihrer Entstehung. Mit ihrem samtweichen Timbre gelingt es Hochmuth, diese Texte in ein helleres Licht zu setzen und den eigentlichen emotionalen Gehalt unabhängig von Zeit und Ideologie hörbar, ja spürbar zu machen.
Begleitet wird die musikalische Zeitreise vom Pianisten und Komponisten Habib Benedikt Elias. SeeLeser Manfred Menzel wird einmal mehr zum Seelenleser: Er erzählt vom Beginn der Karriere der Diva bis zum Comeback nach dem Krieg, klärt biografische Widersprüche auf oder lässt sie stehen, weil sie – wie im Leben eines jeden Menschen – nicht aufzulösen sind. Es muss kein Wunder geschehen, um sich von diesem Trio mitreißen zu lassen.
Termine 2025
Gerade waren wir im Pappelgarten Reutlingen, weitere Termine sind in Planung.
